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Als Fünftplatzierte endete für die deutsche Auswahl der Teamwettbewerb bei den 5. Studentenweltmeisterschaften in Madrid. Aufgrund der durchwachsenen Leistungen in den Einzelwettbewerben, hatte es die Mannschaft um Coach Marcus Müller bereits im Viertelfinale mit dem großen Favoriten und späteren Gewinner aus Südkorea zu tun.

 

Alle drei Starter waren zuvor in den Einzelwettkämpfen hinter ihren Möglichkeiten geblieben. Stephan Strohmeier erreichte in der Vorrunde nur 634 Ringe, was Platz 25 bedeutete. Unglücklicherweise verlor er in einer frühen Passe einen Pfeil, was gleichbedeutend mit einem „Fehler“ gewertet wurde. Danny Karl und Marcus Laube schossen mit den 72 Pfeilen beide 647 Ringe und belegten die Plätze 18 und 19. In den Runden hatten alle Teilnehmer mit wechselnden böigen Winden zu kämpfen, die insgesamt zu vergleichsweise niedrigen Vorrundenergebnissen führten. Der Franzose Florian Faucher beendete die Runde mit 683 Ringen vor dem US-Amerikaner Joshua Binger (675) und dem Koreaner Young Hee Choi (675) als Führender.

 

In der Eliminationsrunde schieden Marcus Laube gegen den Mexikaner Eduardo Monroy mit 641: 644 Ringen und Danny Karl gegen den späteren Viertplatzierten US-Amerikaner Benjamin Deroner (161:170) aus. Vor allem ersterer verpasste es im Match gegen den Mexikaner, den durchaus möglichen Sieg und Einzug ins Viertelfinale mit einer besseren Leistung zu sichern. Dies gelang Stephan Strohmeier (Foto) mit einem Erfolg über den Italiener Valerio Palandri mit 168:166. Im anschließenden Match traf er auf den Südkoeaner Wei Su Jeong. In der ersten Passe gelang ihm eine schnelle Führung dank einer konzentrierte Leistung. Leider büßte er den Vorsprung wieder ein und unterlag denkbar knapp nach 18 Pfeilen mit 162:163, was Platz 10 im Gesamtklassement bedeutete. Dass auch hier ein Sieg möglich war, zeigt sich darin, dass der Deutsche sein Ergebnis mit einem „6er“ schoss. Im Finale besiegte Young Hee Choi (KOR) mit 115:111 den Italiener Daniele Bauro.

 

Aufgrund dieser Vorkampfergebnisse ging es für das deutsche Team am letzten Wettkampftag im Viertelfinale des Teamwettkampfes gegen Südkorea um den Einzug ins Halbfinale. In der ersten Passe gelang eine 8:7 Führung auf die Hit&Miss-Targets. Diese glichen die Koreaner zum 15:15 und 21:21 aus. Beim anschließenden Stechen konnten die Deutschen auf die Unterstützung und Anfeuerung der anderen Nationen zählen, die ebenfalls darauf hofften, dass der große Favorit aus Asien ins Straucheln gerät. Das Stechen verloren die drei Deutschen zwar leider mit 1:3 Pfeilen. Mit ihrem hoch konzentrierten und konsequenten Auftreten hatten sie sich allerdings den Respekt der Koreaner und der anderen Nationen verdient. Das zeigte sich schon darin, dass die Asiaten den Sieg sichtlich erleichtert feierten wie den anschließenden Gesamtsieg, was eigentlich nicht unbedingt mit ihrer von Zurückhaltung geprägten Mentalität übereinstimmt. Im Finale besiegten sie die USA (24:22), die den zweiten Rang vor den Italienern (24:22 gegen Frankreich) belegten.

Bericht: Hendrik Pusch (adh)








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